Mittwoch, 24. Oktober 2012

Abtreibung bei Vergewaltigung ist gegen Gottes Willen

Jedenfalls wenn es nach der Interpretation des für einen Sitz im US-Senat kandidierenden Republikaners Richard Mourdock geht, der sich gegen die Zulässigkeit von Abtreibungen auch nach Vergewaltigungen ausspricht: "I came to realize life is that gift from God. I think that even when life begins in that horrible situation of rape, that it is something that God intended to happen." Leben ist nach der Auffassung von Mourdock stets ein Geschenk Gottes, selbst wenn es in der furchtbaren Situation einer von Gott herbeigeführten Vergewaltigung entstanden sei. Es wäre dieser Theorie folgend ein interessanter wenn auch wohl aussichtsloser Ansatz für Strafverteidiger zu behaupten, der Angeklagte habe die ihm vorgeworfene Vergewaltigung nicht steuern können und sei lediglich göttlichem Willen bei der Schaffung neuen Lebens gefolgt.

Kommentare:

  1. Da fragt man sich, wann der erste "Rapist" in Indiana auf "Ich konnte nichts dafür, es war Gottes Wille!" plädiert... :-(

    Mann, was für Idioten...

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  2. ... denn so aussichtslos ist die Verteidigung darauf in den Bible Belt-Staaten gar nicht...

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  3. Das liesse sich dann ja auch auf Fälle ausdehnen, in welchen auf Gottes Geheiss Sünder eleminiert werden sollten. Und die Bandbreite ist gross, denn „Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie.”

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