Donnerstag, 1. Oktober 2015

Schaumwaffeln mit Migrationshintergrund

Nachdem ich erst spät lernen durfte, dass die Nutzung des Wortes "Neger" gar strafrechtliche Konsequenzen mit sich bringen kann, war ich unglaublich erleichtert, dass ich meine Kinder mit Hilfe der Stefan Wenner Technologies aus Empfingen abseits meines althergebrachten - aber eben diskriminierenden - Wortschatzes zu unvoreingenommenen Europäern erziehen kann, ohne ihnen die Süßigkeit, die mir als Kind noch als "Negerkuss" und "Mohrenkopf" vertraut war, vorenthalten zu müssen.

Denn mit der Eintragung der Marke "Schaumwaffeln mit Migrationshintergrund" in das Markenregister des Deutschen Patent- und Markenamts und dem Vertrieb des so bezeichneten Produkts wird auf dem deutschsprachigen Süßwarenmarkt mit wünschenswerter Marktmacht endlich ein politisch korrektes Produkt angeboten, dass sich in nachahmenswerter Klarheit von einer diskriminierenden Wortwahl distanziert, die jahrzehntelang die deutsche Sprache in Verruf gebracht hat.

Irgendwann wird sicher auch die in der Fleischbranche unverhältnismäßig ironische Wortwahl "Schnitzel mit dem verbotenen Namen" der Vergangenheit angehören und sich stattdessen das "Rotationseuropäerschnitzel" durchsetzen, so dass kommende Generationen deutscher Verbraucher immer weniger von Begriffen behelligt werden, deren Verwendung in der Vergangenheit zweifellos zu einer umfassenden moralischen Desensibilisierung geführt hat.

Kommentare:

  1. Rassismus lebt. Nach wie gibt es weiße Bürger in Deutschland, die von ihrem Recht überzeugt sind, allen anderen und insbesondere den nichtweißen Bügern Deutschlands vorzuschreiben, was für Nichtweiße beleidigend ist und was nicht.

    Sicher finden Sie auch die Zeichnungen (Schwarze Schaumküsse mit den typischen Negerlippen) "witzig"...

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    1. Oh, oh!
      "Typische Negerlippen" ?
      Ich wußte gar nicht, dass Schlauchbootlippen, wie sie z.B. bei schönheitsoperationswütigen Damen häufig zu sehen sind (z.B. bei der Mutter von Sylvester Stallone) als typische Negerlippen bezeichnet werden.
      Jedenfalls finde ich Ihre Gutmenschen-Attitüde nicht nur peinlich und lächerlich , sondern beleidigend für alle "anderen und insbesondere nicht nichtweißen Bürger Deutschlands".

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    2. Naja, das ist das übliche Vorgehen. Man deutet Dinge an (z. B. hier der typische"Negerlook" der Figuren), jeder weiß was gemeint ist (und freut sich klammheimlich darüber), aber wenn jemand das nicht so gut findet, dann heißt es auf einmal "Neger - wo?".

      Den Gutmenschen nehme ich gerne an, ist ja heute schon fast ein Ehrentitel.

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  2. Autoritarismus lebt. Es wird immer Bürger in Deutschland geben, die von ihrem Recht überzeugt sind, allen anderen vorschreiben zu können, was für Nichtweiße beleidigend ist und zwar unabhängig davon, ob es für Nichtweiße tatsächlich beleidigend ist. Dennoch gibt es Bürger, die von ihrem Recht überzeugt sind, sich unabhängig von den ihnen insoweit erteilten Vorschriften zu äußern und ihre eigene Meinung zum Maßstab für die Erlangung der Erkenntnis verwenden zu können, was für Nichtweiße beleidigend ist, ohne gleichzeitig von einem Recht überzeugt zu sein, anderen Bürgern die Anwendung des auf ihrer Meinung basierenden Maßstabs vorschreiben zu können. Die Zeichnungen sind als Antwort auf ein Meinungsdiktat durchaus passend und in ihrer Übertriebenheit in dem verwendeten Rahmen durchaus "witzig".

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    1. "... unabhängig davon, ob es für Nichtweiße tatsächlich beleidigend ist."

      Keineswegs, sondern der Punkt ist genau der, dass es tatsächlich von den Betroffenen als Beleidigung empfunden wird. Sie werden - außer dem CSU-Ehrenmitglied Roberto Blanco - kaum einen Betroffenen finden, der das N-Wort _nicht_ beleidigend findet. Dazu muss ich nicht einmal Charles M. Huber zitieren, der sich öffentlich entsprechend geäußert hat, sondern ich frage einfach meine eigene Frau, die aus Afrika stammt. Die findet das Wort durchaus beleidigend, ebenso wie übrigens all ihre afrikanischen Bekannten, und sie versteht auch überhaupt nicht, was es da noch zu diskutieren gibt. Und sicher habe ich selbst, als Vater zweier "schwarzer" Kinder ebenfalls das Recht, mir diesen Ausdruck zu verbitten.

      Was sagen sie nun allen diesen Menschen? "Ich kann auf Eure Empfindungen leider keine Rücksicht nehmen, meine Meinungsfreiheit geht vor?" Kann man natürlich so sehen, aber dann sollte man das auch zugeben und anderen das Recht einräumen, daraus ihre Schlüsse zu ziehen.

      Unabhängig von der Haltung der Betroffenen ist es im Übrigen, jedenfalls nach meiner Erfahrung, auch wirklich so, dass es einen breiten Konsens in der deutschen Sprachwelt gibt, dass das N-Wort, sagen wir mal, "problematisch" ist. Tatsächlich haben wir es bisher allenfalls mal von irgendwelchen, schon leicht dement wirkenden älteren Herrschaften in der Straßenbahn gehört. Selbst meine - nicht demente - 95-jährige Oma benutzt es nicht. Sie mögen das gerne "Meinungsdiktat" nennen, aber in einer lebendigen Sprache hängt der Bedeutungsgehalt eines Wortes nun mal vom aktuellen Sprachgebrauch ab und nicht von irgendwelchen theoretischen Überlegungen zur Herkunft des Wortes.

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  3. Irgendwo muss die politische Korrektheit eine Grenze haben.
    Beim Zigeunerschnitzel haben sogar die meisten Sinti und Roma gesagt, dass diese Bezeichnung völlig in Ordnung sei.
    Und auch Negerküsse sind ja nichts negatives sondern etwas sehr lecker-positives, die man unmöglich mit (farbigen) Menschen vergleichen kann. Zumal das Wort Neger von dem lateinischen Wort für Schwarz abgeleitet wurde.
    Negerküsse bedeutet also schwarze Küsse.

    Im übrigen gibt es die besten Negerküsse hier:
    http://www.koehler-kuesse.de/spezial-s%C3%BC%C3%9Fwarengro%C3%9Fhandel/k%C3%B6hlerk%C3%BCsse-sortiment/

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  4. "Politische Korrektheit" ist streng genommen nur der Deckmantel für eine Meinungsdiktatur, welche durchaus schon faschistoide Züge angenommen hat.
    Und angesichts des Umstandes, dass die politisch korrekte Bezeichnung "maximalpigmentiert" meiner Meinung nach alles andere als nicht-diskriminierend ist, entlarvt sich diese "Glaubensbewegung" bereits von selbst.

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  5. Ich schlage vor, *küsse zukünftig als “Mista Bombastic“ zu vermarkten.

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  6. Ich schlage vor: statt Schaumwaffeln "Schaum vor der Lippe maximalorientiert am Haus des Chefs" zu bombastizieren.

    Da der Herr aus Bückeburg oft vor Wut schäumen soll, könnte eine neue Geschäftsidee entstehen.
    "Der von der Fürstenlippe handgeschöpfte Fürstenkuss" kann gleich in der Geschmacksrichtung "weiße Schokolade" angeboten werden.
    So umgeht man ganz die Auseinadersetzung mit der Erkenntnis und dem rassistischen Wirrwar.

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    1. Ja, so ein "Fürstenkuss" schmeckt köstlich.
      LOL

      JETZT ABER MAL IM ERNST.

      Ich schlage vor, Flüchtlinge im Bückeburger Schloss aufzunehmen und sich nicht als Flunkerfürst (lediglich Künstlername im Ausweis und kein Herrscher) AUFZUSPIELEN.

      Den Luxus 250 allein zu bewohnen und dies mit dem Tagestourusmus und dem Aufbewahren historischer Möbel zu begründen ist egoistisch, geldgeil und volksverdummend.

      Wenn der Schlossherr sich sooo gern mit Interhelp in der Bild-Zeitung aufspielt; DANN KANN ER AUCH MAL WAHRE MENSCHLICHE GRÖßE zeigen und Menschen in Not Unterkünfte bereit stellen.

      Es brauchen nur ein paar Zimmer zu sein.

      Nur 20-50 Zimmer an Flüchtlinge zu vergeben, als Geste der Menschlichkeit würde seinen kleinkarierten Untertanen zeigen, das sie aus Angst keinen Fremdenhass zu entwickeln BRAUCHEN und das auch Bückeburg in der heutigen Zeit angekommen ist.

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  7. Ob unter den Flüchtlingen auch "SCHWARZE" sind?

    Na jedenfalls sind sie glücklicherweise auch in Bückeburg angekommen.

    Sie werden über den Luxus eines selbsternannten Fürsten, der allein in 250 ZIMMERN lebt, schockiert sein und ganz bestimmt nicht zu fürstentreuen Bückeburgern mutieren.

    http://www.rinteln-aktuell.de/drk-und-thw-bereiten-unterkunft-fuer-360-fluechtlinge-in-bueckeburg-vor/

    Vorbei sind nun die Zeiten, wo ein Alexander zu Schaumburg-Lippe sich als gnädiger Fürst mit billigen Puppen im Pappkarton und ein paar Tafeln Schokolade nach Rumänien aufmachte, um armen Kindern Güte zukommen zu lassen und um dann schnell wieder zu verschwinden und sein Luxusleben fortzuführen.

    Siehe Foto unten, der Schirmherr verteilt Ramsch an arme Kinder:

    http://www.interhelp.info/schirmherrschaft.php?page=5

    Und hier sind die ersten Reaktionen der fürstentreuen Bückeburger, natürlich sind diese Reaktionen ausländerfeindlich:

    http://www.sn-online.de/Schaumburg/Bueckeburg/Bueckeburg-Stadt/Unterschriften-gegen-Fluechtlinge

    Und der Fürstenfreund und Bürgermeister von Bückeburg ist auch noch in der SPD; KAM DIE uNTERSCHRIFTENSAMMLUNG etwa von diesem netten Herrn?

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    1. SCHAUMKÜSSE UND SCHAUMSCHLÄGER?

      Ich halte es wie Til Schweiger!!!!!!

      Als Künstlerin mache ich mir die gleichen Gedanken, wie momentan viele Künstler im in und Ausland (UND DAS OHNE EINEM NICHTSSAGENDEM EINTRAG IM AUSWEIS. Künstlername "Fürst" UND SOOO)

      Weder dürfen Menschen; DIE VOR KRIEG UND FOLTER FLIEHEN nach Bildungsstand oder Religion getrennt werden!

      http://www.noz.de/lokales/osnabrueck/artikel/622338/til-schweiger-trifft-fluchtlinge-in-osnabruck

      !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

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    2. Ich wollte nur meinen Satz beenden.....
      der mit "Weder" anfing.....

      ;-)

      ....noch dürfen Menschen in ihrer Startphase in einem fremden Land verurteilt werden..

      Selbt wenn sich Flüchtlinge ersteinmal "Daneben benehmen, sich sogar kloppen, das ist normal".

      Jeder Mensch muss sich erst eingewöhnen dürfen.
      Und die Meisten möchten und wollen es sogar!

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