Montag, 9. Mai 2016

Hat der Amtsgerichtsdirektor die Beklagte lieb?

Das friedliche Miteinander eines gemütlichen Amtsgerichts irgendwo in Deutschland wird derzeit durch ein schier unglaubliches Gerücht über den mit gütiger Strenge über sein Amtsgericht herrschenden Amtsgerichtsdirektor erschüttert. Denn kurz vor der mündlichen Verhandlung unter seiner fachkundigen Leitung bekam ein Kläger die Kopie einer Konversation auf Facebook übermittelt, in welcher die Beklagte im geschlossenen Freundeskreis über die anstehende Verhandlung plauderte:

"also wer keinen Platz mehr bekommt, kann dann ja neben mir sitzen „grin“-Emoticon ..lach ansonsten setze ich mich auch gerne neben den Richter, der wird sicher zur Seite rutschen „grin“-Emoticon ...„wink“-Emoticon od nicht??? wink“-Emoticon ....ja, hier macht der Direktor nun extra die Verhandlung ...warum kann man sich wohl vorstellen „grin“-Emoticon .... der Direktor hat mich ganz besonders gerne „wink“-Emoticon „grin“-Emoticon."

Waren das dumme Scherze in trauter Runde oder süffisante Hinweise auf einen brisanten Kontakt? Nun hatte der Kläger kurz zuvor von dem zielgerichteten Versand eines Nacktselfies durch die Beklagte erfahren, welcher die beschriebene Zuneigung des Amtsgerichtsdirektors in einem für den Kläger bedrohlichen Licht erscheinen ließ:

O: Ich hab sie auch geblockt, dann hat sie meine Frau angeschrieben, die ist nicht knusper mehr
B: Deine Frau??? Steht sie neuerdings auf Frauen?
O: JA! Nee, erzählte, ähhhh schrieb dann nur Müll!
Schick dir mal per pn nen Foto, was ich bekommen habe, Moment.
S: ich aaaaaahne ......
O: Hab da aber was ganz schmuckes an Foto.
B: Wenn es die bestimmten Fotos sind. Die hat mein Männe nach mir bekommen. Sie hat ihm dann gedroht, mir zu schreiben das er sie angebaggert hätte. Kann mich da immer noch drüber kaputt lachen.
O: Das selbe bei mir!!!! Die selbe Tour. ..

Hatte der Amtsgerichtsdirektor das gleiche Nacktfoto von der Beklagten bekommen, um auch ihn kompromittieren zu können? Hat er die Beklagte wirklich so gerne, wie man bei ihrer Neigung zum Versand von Nacktselfies vermuten kann und beeinflussen die erotischen Plänkeleien am Rande des Verfahrens das Ergebnis des Prozesses?

Wir werden es wohl nie erfahren, denn der Direktor hat jede Nähe zur Beklagten dementiert, die fotogene Schönheit streitet im Prozess das zuvor noch behauptete Näheverhältnis ab und die mit dem Befangenheitsantrag betraute Richterin hat mit dem zurückweisenden Beschluss auch keinen Zweifel an ihrer Nibelungentreue zum Direktor gelassen. Dennoch wäre es nicht das erste Mal, dass sich hohe Juristen dem schwachen Geschlecht auf unzulässige Weise nähern, wie es einst ein Jura-Professor aus Hannover und ein Referatsleiter aus dem Niedersächsischen Landesjustizprüfungsamt taten.

Kommentare:

  1. Ich vermute mal, die betreffende "Dame" hat sich das nur in ihrem Ego-Wahn zusammenfantasiert, wie sie das ja immer tut. Mein Kommentar: Sie braucht Aufmerksamkeit, die Gute. Denn schon wegen ihrem Äußeren dürfte sie sonst keiner mehr anschauen.

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    1. Ihre Vermutung könnte richtig sein. Aber wegen Besorgnis der Befangenheit findet eine Ablehnung schon dann statt, wenn ein Grund vorgebracht wird, der geeignet ist, Misstrauen gegen die Unparteilichkeit eines Richters zu rechtfertigen. Misstrauen in die Unparteilichkeit des Richters ist schon in dem Moment gerechtfertigt, wenn ein am Verfahren Beteiligter bei vernünftiger Würdigung aller Umstände Anlass hat, an der Unvoreingenommenheit des Richters zu zweifeln. Durfte der Kläger bei vernünftiger Würdigung der verborgenen Facebook-Kommunikation und der Kenntnis über die Nacktfoto-Neigung an der Unvoreingenommenheit des Amtsgerichtsdirektors zweifeln?

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    2. Sie schreiben: "Dennoch wäre es nicht das erste Mal, dass sich hohe Juristen dem schwachen Geschlecht auf unzulässige Weise nähern ..."

      Wovon Sie nichts schreiben, ist auch nur der geringste Hinweis darauf, dass der Richter irgendetwas getan hätte, was sich bei übelwollender Auslegung als "nähern" bezeichnen ließe, und auch dem wirren Zeug aus der Kommunikation der Bekl.lässt sich sowas doch nicht entnehmen.

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    3. Ja, Sie haben recht. Die Frage ist hier, ob alleine aus der Äußerung der Beklagten "hier macht der Direktor nun extra die Verhandlung ...warum kann man sich wohl vorstellen „grin“-Emoticon .... der Direktor hat mich ganz besonders gerne" und dem Wissen, dass die Beklagte in der Vergangenheit bereits ungefragt Nacktfotos an andere Männer versandt hat, um diese zu beeinflussen, geschlossen werden darf, dass es zu einer relevanten Annäherung zwischen dem Richter und der Beklagten gekommen ist.

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    4. Da läuten doch die größten vorhandenen Besorgnisglocken Dauersturm. Seltsam finde ich auch das weitere Procedere des Gerichtes, ebenfalls geradezu Besorgnis erregend...

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  2. Sind diese Texte copy/paste oder wurden sie verändert wie Satzzeichen oder ähnliches?

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  3. Wie war das mit dem "gesetzlichen Richter"?
    Kann sich der Herr Direktor überhaupt einfach so eine Verhandlung "schnappen"?

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    1. Nein, kann er nicht. Aber das der Erwartungshorizont des Nacktmodells diese Konstellation hergibt, sagt doch aus, dass sie sich vorstellt, dass der ihr zugeneigte Amtsgerichtsdirektor das macht. Vielleicht konnte er mit diesem Pseudo-Versprechen noch ein extra Bussi rauskitzeln. Dass in Wirklichkeit der Geschäftsverteilungsplan dahintersteckt, hat er dem Nackedei natürlich nicht auf die Nase gebunden.

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  4. Schade, dass der GV-Plan nicht eine Richterin vorsah. Die Nummer wäre mglw. anders gelaufen.

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  5. Neuester Stand: Die gemeinte T.Q. hat hergezogen über eine Richterin des AG N. - u.a. wurde diese als Alkoholikern bezeichnet. Die private Anschrift der Richterin H. und ihres Ehemannes (Rechtsanwalt) wurden dazu gepostet. Und anderes mehr. Richterin hat nunmehr Anzeige gestellt gegen "T.Q." ...

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  6. da wird die selbsternannte "freie "Journalistin"" ohne fachliche Befähigung aber einiges an Rechercheleistung erbringen müssen um nicht von der Richterin mal geschwind geschnupft zu werden. So ein intellektuelles Leichtgewicht wie die Turboquerulantin atmet man kurz ein und schnäutzt es wieder aus. Und es stellt sich wiederum die Frage, wie dumm oder psychisch derangiert ist die Frau, dass sie ständig derart dünn unter sich lässt? Die Regeln zur zeichensetzung hat sie auch noch immer nicht begriffen. Plenk und drei Ausrufungszeichen. Einfach krank.

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