Dienstag, 27. Juli 2021

Baerbock hat Neger gesagt

Einigermassen verwundert habe ich zur Kenntnis nehmen müssen, dass die aktuelle Kanzlerkandidatin von Bündnis 90/Die Grünen (wer in diesem Zusammenhang nur von den Grünen spricht, diskriminiert damit das nach dem Zusammenschluss beider Parteien bewusst an erster Stelle im Namen der Partei genannte ehemalige Bündnis 90), Frau Annalena Baerbock, in einem Interview mit dem Zentralrat der Juden das Wort "Neger" benutzt hat.

Das kann entweder damit zusammenhängen, dass Frau Baerbock meinen bereits im Jahre 2015 geschriebenen Artikel "Man darf jetzt nicht mehr Neger sagen" nicht gelesen hat oder aber, dass Frau Baerbock nicht verstanden hat, dass mein Artikel "Man darf doch manchmal Neger sagen" einen äußerst seltenen Ausnahmefall betrifft, der den sorglosen Umgang einer Kanzlerkandidatin mit dem Wort "Neger" natürlich nicht rechtfertigt.

Wer die aktuelle Debatte um die Entgleisung von Frau Baerbock aufmerksam beobachtet, wird festgestellt haben, dass das Wort "Neger" nunmehr durch das Wort "N-Wort" ersetzt wird, um das Wort "Neger" vollständig aus dem Sprachgebrauch zu verdrängen. Das ist natürlich ein halbherziges Unterfangen, denn die mit diesem Sprachgebrauch verfolgte Ablehnung der Auffassung, dass sich Menschen mit schwarzer Hautfarbe von Menschen mit weißer Hautfarbe unterscheiden, wird natürlich auch mit der Verwendung des Ersatzwortes "N-Wort" aufrecht erhalten.

Ein wohl unauflösbares Dilemma, weil es zumindest denkbar erscheint, dass sich Menschen tatsächlich auch durch ihre Hautfarbe voneinander unterscheiden. Für das Zitieren des Wortes "Neger" und der damit einhergehenden Reproduktion dieses Wortes hat sich Frau Baerbock anschließend entschuldigt und das falsche Wort wurde schließlich in der Wiedergabe des Interviews mit einem Piepton unkenntlich gemacht. Finde ich gut. Ich würde nach der mangelhaften Vergangenheitsbewältigung in Deutschland zukünftig auch viel lieber in Pieptonland wohnen.

5 Kommentare:

  1. "Pieptonland" anstatt Deutschland, der ist gut!

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  2. Nun fragt sich was bei der Fr. Baerbock überhaupt noch echt ist.
    Es wurde durch "Postilon" herraus gefunden, dass eben diese Frau ihren Nahmen ebenso abgeschrieben haben soll.
    Hierzu hat die o.g. Presse den Bär und den Bock befragt.
    Der der Bär brummte nur, und der Bock meckerte.

    Gut nun mal Ernsthaft.
    Hier gibt es wieder einen entgleisen einer Partei. Die Grünen wollen auf Grund dieses Interviews, dieses kürzen lassen damit das "N-Wort" nicht mehr auftaucht.
    Klasse! Wie bei allen anderen etablierten Parteien auch. Das was nicht gut ist, wird unter den Teppich gekerrt. Aber wehe eine Randpartei vergreift sich im Wort ...

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  3. Wem unsere Kultur und Sprache nicht gefällt , kann sofort wieder in seine Heimat zurück gehen. Neger ist Neger, Jägerschnitzel ist Jägerschnitzel. Punkt und aus.

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  4. Die Gute sollte man erst mal entnazifizieren bevor das Ploblem Bär als Bock zum Gärtner gemacht wird.
    Nach Kurt Gerstein (Gerstein-Bericht) folgt: "In 60 Liter musst du rein, sonst bist du ein Nazi-Schwein."

    Wenn die Kandidatin also bitte mit einer dichten 60 Liter Zellophantüte über den Kopf die nächste Corona-Demo auf dem Alex abnimmt und dort für 2 Stunden auf einer Tribüne steht ... ist die Welt gerettet.

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  5. Vermutlich aus tiefenpsychologischen Gründen wurde das inkriminierte Wort früher zu Werbezwecken benutzt, etwa um einen schokoladiges Produkt als
    * - Kuss zu bezeichnen.

    Jetzt heisst der Traum gelangweilter Hausfrauen nur noch Schokoladenkuss.

    Hat sich etwa die politische Debatte in einem komplette irrationalen Bereich begeben?

    Ohne psychologische Kenntnisse ist das
    tiefere Verständnis politischer Abläufe heutzutage kaum noch möglich.

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