Dienstag, 29. Juli 2014

Vom Bock des Gärtners zum Sünder beim Papst

Die ehemalige Bundesbildungsministerin Annette Schavan, die mit 60 Täuschungsbefunden in ihrer Doktorarbeit aus dem Amt geschossen wurde, ist mittlerweile weich auf dem Posten der Botschafterin der Bundesrepublik Deutschland beim Heiligen Stuhl gelandet. Eine durchaus passende Stelle für eine Sünderin, die sich mittlerweile auch offenkundig zu ihrer unredlichen Vergangenheit bekennt. Es ist ihr hoch anzurechnen, dass ihre rechtkräftig bestätigte Titelschummelei auch auf der offiziellen Website der Botschaft beim Heiligen Stuhl nicht verschwiegen wird.

Sie bekennt dort ihre Sünde leicht verklausuliert, indem sie im Lebenslauf schreiben läßt: "1980 Promotion zum Dr. phil. (gültig bis 2014)". Der heilige Vater, Bischof von Rom und Nachfolger des heiligen Petrus als das immerwährende und sichtbare Prinzip und Fundament für die Einheit der Vielheit sowohl von Bischöfen als auch von Gläubigen, wird ihr durch dieses offene Bekenntnis zur sündigen Vergangenheit sicher vergeben können und nicht noch auf ein Hyperlink zum Urteil des Verwaltungsgerichts Düsseldorf vom 20.03.2014 zum Aktenzeichen: 15 K 2271/13 bestehen.

Kommentare:

  1. Na, von "weich gelandet" sollte man nicht reden. Da die Besoldung als Botschafterin auf die ihr zustehenden Bezüge, Übergangsgelder bzw. Pension aus div. Mandaten und Ministerposten angerechnet wird, ist sie im Ergebnis ehrenamtlich als Botschafterin tätig.

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    1. Ich denke mal, dass der finanzielle Aspekt zu vernachlässigen ist. Die Landung ist aus meiner Sicht weich, weil aus einer untragbaren Ministerin eine aktive Diplomatin mit anerkanntem Status wird und sie nicht lediglich als aussortierte Politikerin ohne Berufsabschluss aber mit gutem Auskommen durch die VIP-Landschaft geistern muss. http://www.welt.de/politik/deutschland/article125124320/Auswaertiges-Amt-haelt-Schavan-fuer-ungeeignet.html

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  2. Nun bekommt der Vatikan noch eine Plagiatorin als diplomatischen Vertreter Deutschlands vor die Nase gesetzt. Wenn das nicht mal Rechtsgeschichte machen und die Anforderungen für den Eintriit in den diplomatischen Dienst wesentlich vereinfachen würde! Dann könnte man nämlich gleich "Elke von Wolff" oder den Herrn Alexander von Schaumburg-Liuppe dahin schicken. Die machen sich noch besser - nach allem, was man hier so liest....

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  3. Also, Herr Möbius, Frau Schavan finden Sie ganz furchtbar wegen ihrer Plagiate, aber den noch viel schlimmeren Plagiator Mario-Max zu Schaumburg-Lippe feiern sie hier als "prominenten Juristen" ab? Kommt halt immer drauf an, wer bei Ihnen mal Mandant war, stimmt's?

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    1. Eine Bundesbildungsministerin der rechtskräftig durch ein Verwaltungsgericht der Entzug des Doktortitels bestätigt wird, finde ich furchtbar und Dr. Prinz zu Schaumburg-Lippe, dem nach Überprüfung seiner Doktorarbeit der Titel belassen wird, finde ich nicht furchtbar.

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    2. Nur gut, dass Sie weder das entsprechende Gutachten gelesen haben noch die deutschen Kommasetzungsregeln...

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