Dienstag, 13. Dezember 2022

"Adel" gegen Deutschland

Die stets präsenten und regelmäßig offen agierenden Feinde des demokratischen Rechtsstaats werden von der deutschen Presse trotz der offensichtlichen Beteiligung von Heinrich Prinz Reuß als angeblich Adligen an dem geplanten Angriff auf demokratische Institutionen und staatliche Repräsentanten in Deutschland nicht genannt, denn die staatsfeindliche Haltung des ehemaligen Adels in Deutschland wird selbst im Moment der Verhinderung eines Staatsstreichs durch rund 3000 polizeiliche Einsatzkräfte nicht in ihrem vollen Umfang erkannt. Sie füttern das Volk auf harmlosen Festen mit Kultur, Keksen und Glühwein, schmeicheln sich bei Lokalpolitikern mit großzügigen Gesten gegenüber der lokalen Wirtschaft ein und warten doch nur auf den Moment, um den demokratischen Rechtsstaat mit Waffengewalt abzuschaffen.

Anstatt sich endlich der über ein Jahrhundert währenden Untergrabung demokratischer Strukturen durch den deutschen Pseudo-Adel und dessen Taktik zu widmen, mittels andauernder Irreführung der Öffentlichkeit dem längst abgeschafften Adelskult das Überleben zu sichern, verbeugt sich die bundesdeutsche Presse noch im Moment eines verhinderten Staatsstreichs vor den ewiggestrigen Demokratiefeinden und lässt den Schein-Adel in aller Breite zu Wort kommen, als gäbe es im Jahre 2022 in Deutschland oder Österreich noch Fürsten und Hauschefs: "Wir waren 850 Jahre lang ein tolerantes, weltoffenes Fürstentum in Ostthüringen. Jetzt stehen wir in der ganzen Welt als Terroristen und Reaktionäre da. Es ist ganz fürchterlich", wird der sich selbst als Heinrich XIV. Fürst Reuß, Hauschef des ehemaligen Ostthüringer Herrscherhauses, titulierende Prahlhans in der „Bild“ zitiert. Dabei läge die Welt nicht ganz falsch, wenn man den Scheinadel in Deutschland unmissverständlich als Verfassungsfeind brandmarken würde. Es ist jetzt an der Zeit, in aller Deutlichkeit auszusprechen, dass jeder, der sich in Deutschland noch als Fürst, Hauschef oder Erbprinz bezeichnet, ein lupenreiner Antidemokrat ist, der durch sein scheinbar harmloses Adelsgehabe den Boden für Reichsbürger, Neofaschisten und Verschwörungstheoretiker bereitet, die Willens sind, der Bundesrepublik Deutschland den Todesstoß zu versetzen.

Ihrer Aufgabe, den bundesdeutschen Adelsschwindel als großangelegtes Täuschungsmanöver zu entlarven, kann selbst die Qualitätspresse in der Regel gar nicht nachkommen, denn mangels grundlegender historischer Kenntnisse ist die Mehrheit der Journalisten, die sich lieber an schlichten Feindbildern wie Corona-Leugnern und Klimaklebern abarbeitet, dazu gar nicht in der Lage. Weil schon die grundsätzliche Information, dass die Preußische Landesversammlung am 23. Juni 1920 mit dem "Gesetz über die Aufhebung der Standesvorrechte des Adels und die Auflösung der Hausvermögen" die Abschaffung des Adels beschloss und anschließend mit einem Adelstitel keine Rechtsfolgen mehr verbunden waren, so dass Adelstitel fortan nur noch als Teil des bürgerlichen Namens galten, dem Durchschnittsschreiber unbekannt ist, lässt er sich leicht vom Scheinadel instrumentalisieren. Wer nicht über die Kenntnis verfügt, dass auch das "Gesetz über die Aufhebung der Standesvorrechte des Adels und die Auflösung der Hausvermögen" des Freistaats Schaumburg-Lippe am 30. April 1928 den Adelstitel "Prinz" zum bloßen Namensbestandteil degradierte, wird weiter von Adelsmärchen berichten, wie man zahlreichen Überschriften dieser Tage entnehmen kann:

"Jetzt spricht die Adelsfamilie des Reichsbürger-Anführers" (Focus), "Nach Putsch-Plänen des Prinzen: Das Mini-Reich der Reußen" (MOPO), "Jetzt spricht die Adelsfamilie des Terror-Prinzen" (BILD), "Razzia bei Reichsbürgern Die Putschpläne des Prinzen" (TAZ), "Prinz, Richterin und KSK-Soldat planten Putsch in Deutschland" (BZ), "Terrorismus: Der Prinz, der Putsch und der Pöbel" (SZ). All diesen Zeitungsmeldungen ist gemein, dass sie unterstellen, es gäbe in Deutschland noch Adel und damit auch Prinzen. Es mangelt bereits an dem schlichten Wissen, dass das Adelsprädikat "Prinz" nach Art. 109 Weimarer Reichsverfassung nur noch ein Teil des Nachnamens ist. Mehr nicht. Würde der Gymnasiallehrer Achim Bäcker einen Bankraub begehen, wäre am nächsten Tag auch nicht die Überschrift zu lesen, "Bäcker überfällt Bank". So ist dann auch die Einordnung der Putsch-Beteiligung von Herrn Heinrich Prinz Reuß als "Prinz" schlicht irreführend.

Obwohl doch bekannt ist, dass wegen der Abschaffung des Adels in der Weimarer Republik und des damit verbundenen Verlusts des Rechts auf eigene Gesetzgebung und Gerichtsbarkeit viele ehemals adlige Familien die neue demokratische Staatsform ablehnten, wird bis heute vielfach verschwiegen, dass der in dieser Zeit aufkommende Nationalsozialismus dem vom weiteren sozialen Abstieg bedrohten ehemaligen Adel eine politische Heimat und Möglichkeiten zur Erlangung neuer Privilegien bot. Es scheint heute fast vergessen, dass Friedrich Christian Wilhelm Alexander Prinz zu Schaumburg-Lippe Ministerialrat im Propagandaministerium und Stellenleiter bei der Reichsleitung der NSDAP war und für seine großen Verdienste um die Partei das goldene Ehrenabzeichen der NSDAP von Adolf Hitler verliehen bekam. Auch Philipp von Hessen und sein Bruder Christoph machten während der Nazi-Zeit Karriere. Philipp von Hessen wurde Oberpräsident der Provinz Hessen-Nassau und Christoph von Hessen leitete als SS-Offizier des Forschungsamt im Reichsluftfahrtministerium.

Vollkommen verdrängt von der Öffentlichkeit scheint bis heute die Tatsache zu sein, dass Ernst Wolrad Prinz zu Schaumburg-Lippe seit 1937 das Amt eines Sturmführers in der Reiterstandarte der SA in Detmold inne hatte und ab 1940 im Generalgouvernement in Krakau und Lemberg tätig war und eine im Bundesarchiv aufbewahrte Liste von NSDAP-Mitgliedern weist nach, dass mindestens 270 Angehörige ehemals fürstlicher Familien von den Hohenzollern und Habsburgs über die Sachsen-Coburg-Gothas und Sachsen-Meiningens bis hin zu den Löwensteins, Hohenlohes und Sayn-Wittgensteins sowie Thurn und Taxis dort gelistet sind. Wer von einem Zufall spricht, dass jetzt ein Mann aus einer ehemals adligen Familie als Staatsoberhaupt im Zuge des geplanten Reichsbürgerputsches vorgesehen war, irrt. Die Nachfahren des deutschen Adels stehen seit der Weimarer Republik bereit, in ein sich bietendes Machtvakuum vorzustoßen.

Erst die andauernde konzertierte Irreführung der Öffentlichkeit über das Bestehen von Adelshäuern, Fürsten, Prinzen und die durch die Täuschung der Medien verbreite Idee des Fortbestehens feudaler Strukturen in Deutschland hat bei anderen Demokratiefeinden wie Nazis und Reichsbürgern die Vorstellung wecken können, dass eine Alternative zum bestehenden Rechtsstaat leicht zu installieren sei. Nur die jahrzehntelange mediale Erhöhung angeblich adeliger Familien, deren Privileg auch darin besteht, sich bis heute von dem Grundbesitz ernähren zu können, den ihre Vorfahren durch systematische Unterdrückung des Volkes zusammengerafft haben, konnte dazu führen, dass ein Antidemokrat Deutschland regieren sollte. Es ist daher an der Zeit, den noch 2020 von der SPD abgelehnten Juso-Antrag zur Änderung des deutschen Namensrechts ins Parlament zu tragen und dem Adelsspuk ein Ende zu bereiten: "Zukünftig muss es untersagt sein, als Namensbestandteile geführte Titulierungen und Prädikate an die nächste Generation weiterzugeben. Alle Titulierungen und Prädikate im Namen sind endgültig abzuschaffen."

31 Kommentare:

  1. Sehr Interessant
    vom 13. August 1936 – I B sch 34
    IV - für unbegründet erklärt. Damit steht fest, dass der Name "Fürst zu Schaumburg-Lippe" erloschen ist und dass auch in Zukunft niemals mehr eine Person zur Führung dieses Namens berechtigt sein wird.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Genauso sieht es aus. Der "Prinz hat sich aber den Fürsten als Künstlername mit Hilfe und Unterstützung des Bückeburger Bürgermeister eintragen lassen. Das wurde dann wohl auch prächtig, mit Wein, Gesang und Weib auf dem Fürstlichen Schloss gefeiert.

      Löschen
    2. Er soll jetzt sein Schloss an irgendeine Tante seines Sohnes verscherbelt haben. Der Junge hatte wohl keinen Bock als "Fürst" rumzurennen.

      Löschen
  2. Alfred Boecker Comte de Montfort-l'Amaury, Duc de Provence, Prince Rochefort14. Dezember 2022 um 15:35

    Warte noch auf den Bescheid von der StA, damit ich es öffentlich machen kann...
    (15.07.2022)

    AntwortenLöschen
  3. Alfred Boecker Comte de Montfort-l'Amaury, Duc de Provence, Prince Rochefort14. Dezember 2022 um 15:55

    Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.

    AntwortenLöschen
  4. Was mich an den heutigen Alt-Adligen wundert ist die Tatsache, dass sie sich aus dem Volk Ehepartner auswählen.

    Die Königshäuser machen es vor und der "Dorf-Adel" macht es nach. Und das wird dann als "modern" getarnt.

    Starre Regeln und Etikette veträgt sich damit aber nicht.

    Ich denke, dass sie alle einen Horror vor Gendefekten haben und lediglich ihre Linien auffrischen wollen.
    Gerade Gendefekte im Gesicht sind nicht gut für die Öffentlichkeitswirksamkeit.

    AntwortenLöschen
  5. Die von Herr Möbius genannten adligen Familien in Deutschland wurden angeblich zur Nazizeit enteignet. Wer genauer hinsieht und nachforscht wird jedoch auf das Gegenteil stoßen.
    In dieser Zeit wurden sich die Taschen vollgestopft.
    Genau diese Familien erscheinen heutzutage in den oberen Rängen der "Reichsten Deutschen".
    Multimillionäre, die verschiedene Reichtümer besitzen.
    Auch wenn das Gejammer der Waldbesitzer unter ihnen über den "gefräßigen Borkenkäfer, der ihre Wälder auffrisst" groß ist....ihr Vermögen ist insgesamt breit gestreut und die Steueroasen bestens bekannt.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ein gutes Beispiel sind die Hackischen Höfe in Berlin.

      Löschen
    2. Elke Freifrau von Wolff16. Dezember 2022 um 17:10

      Wer ist das? Bettelboecker oder der Gurkenlandgraf?

      Es sind die Hackeschen Höfe, Du Vollidiot!

      Hahahahahahaha

      *Jetzt trennt sich die Streu vom Weizen."

      Löschen
    3. Nein, ich bin jemand ganz anderes. Von mir aus "Heckesche" mit E. Übrigens heißt das "Spreu" und nicht "Streu". Streu verwendest du im Winter auf den Gehwegen.... Herkunft des "Spreu von Weizen trennen" laut Wiki:

      Mt 3,12 [Johannes der Täufer über Christus]: „Schon hält er die Schaufel in der Hand; er wird die Spreu vom Weizen trennen und den Weizen in seine Scheune bringen; die Spreu aber wird er in nie erlöschendem Feuer verbrennen.“
      wörtlich meint die Spreu vom Weizen trennen einen Vorgang in der Landwirtschaft..

      Löschen
    4. Elke Freifrau von Wolff21. Dezember 2022 um 18:05

      Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.

      Löschen
    5. Elke Freifrau von Wolff24. Dezember 2022 um 14:55

      Dachte ich mir schon. Bettelboecker. Der Urheber des besonders dummen Kommentars "jetzt trennt sich die Streu vom Weizen". Damit hat der Schwachkopf eindrucksvoll bewiesen, auf welch hohem Niveau er verblödet ist. Der Grad der Dummheit eines Menschen wird zu seinen Ehren in der Maßeinheit "Boecker" gemessen. 100 "Boecker" gleich total behindert, 1 "Boecker" gleich leicht angeschlagen. Frohes Fest!

      Löschen
    6. Hallo liebe Frau von Wolff. Ich bin neu hier. Klären sie mich doch mal bitte auf.

      Was mich an ihnen verwundert ist die Tatsache, dass sie voller Hass in nur eine Richtung schimpfen. Weder kenne ich die von ihnen so verhasste Person, mit der sie hier Unbeteiligte verwechseln, noch verstehe ich ihre Engstirnigkeit, Eingleisigkeit und ihren Hass.

      Wer genau ist ein "Bettelboecker"? Meinen sie etwa Boris Becker?

      Löschen
    7. Elke Freifrau Kurz nach Zwölff4. Januar 2023 um 22:55

      Ja, ich meine Boris Becker.

      Löschen
    8. Elke Freifrau von Wolff6. Januar 2023 um 17:40

      Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.

      Löschen
    9. Hallo liebe Frau oder auch Herr Elke F.v.W.
      Andere Menschen sind für sie "Bettler" oder sind " behindert" bzw. "stinken".
      Was soll das?
      Und wieso schreiben sie etwas von "Langenhagen bis Hannover"?
      Ich kann ihnen aus eigener Erfahrung versichern, dass es noch mehr Orte auf diesem Planeten gibt.
      Die Welt ist größer als sie glauben.

      Löschen
  6. Elke Freifrau von Wolff16. Dezember 2022 um 17:15

    Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.

    AntwortenLöschen
  7. Elke Freifrau von Wolff21. Dezember 2022 um 18:00

    Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.

    AntwortenLöschen
  8. Elke Freifrau von Wolff24. Dezember 2022 um 15:00

    Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Stimmt, in mein Taxi kommt die stinkende Moorleiche nicht mehr hinein.

      Löschen
    2. Ich würde ja gern behaupten, die Alte riecht nur etwas streng. Aber das wäre die Untertreibung des Jahrhunderts. Diese sagenhaft dämliche Kuh stinkt wie ein ganzes Klärwerk. Grauenhaft! Die kann sich praktisch nirgends sehen bzw riechen lassen.

      Löschen
    3. Ist hier die Dame gemeint, die auf Facebook von ihrer Partei schwärmt? Einer frauenfeindlichen Partei?

      Löschen
    4. Partefreund Matschgesicht aus B.bei Hannover2. Januar 2023 um 13:57

      Die Dame saß mal bei einem Partei-Saufgelage neben mir, sie war sturzbetrunken und zudringlich. Bis heute veröffentlicht sie das dabei zufällig entstandene Foto unerlaubt im Internet.

      Löschen
    5. Parteifreund Matschgesicht? Hahahahaha. Ja, das passt. :))))

      Löschen
    6. Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.

      Löschen
    7. Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.

      Löschen
  9. Hat sie noch immer so eine Lederhaut oder konserviert Moorschleim die Frau?

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Lederhaut ist witzig. Gut gegerbt würde ich sagen. Und man wünscht sich, dass sie vom Moorschlamm umhüllt wäre. Dann würde der Gestank wenigstens ein wenig abgeschwächt.

      Löschen
    2. Echter Adel hat sich noch nie gern gewaschen, also immer der Nase lang und ihr würd geholfen.

      Löschen
    3. Elke Freifrau von Wolff6. Januar 2023 um 17:35

      Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.

      Löschen
  10. Alfred E. Neumann21. Januar 2023 um 16:10

    Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.

    AntwortenLöschen