Freitag, 8. Juli 2011

Google: Zensur!

Was haben Jana Bach und Petra Krischke gemeinsam? Ganz einfach: Das letzte Mal etwas traffic wegen der links aus diesem Artikel, denn beide haben ihre kostenlosen Homepages beim Freehoster CO.CC registriert. CO.CC behauptet über sich, die erste Wahl für freies Hosting zu sein, doch damit dürfte erst einmal Schluss sein. Denn Google hat sämtliche der etwa 11 Millionen Websites unter der Endung .co.cc aus dem Index geworfen, weil über diesen Freehoster überwiegend Phishing-, Spam- sowie low-quality-Seiten angeboten würden. Welche Relevanz ein solches Verhalten bei der weltweiten Marktmacht von Google hat, wage ich hier nicht näher zu erläutern, schliesslich nutze ich mit diesem kostenfreien Blog ebenfalls Googles Dienste. Ob Jana und Petra auch bald zu Google wechseln?

Kommentare:

  1. Google hat bei Suchmaschinen weltweit einen Marktanteil von knapp 90 Prozent. Wer bei Google nicht gefunden wird, ist weg vom Fenster. Nette Strategie um die anderen Dienste noch weiter zu stärken.

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  2. Errichtet man denn eine Website, um per Google "gefunden" zu werden? Was für ein "Fenster" ist das, von dem man sonst "weg" kommt?
    Normal ist doch, dass ich meine Website in meinem Bekanntenkreis bekannt mache, bei Blogs, Multiplikatoren etc.
    Inhalte, die vor allem von Google-Suchern gelesen werden, legen es vielleicht auch nur darauf an - und damit ggf. verbundene Werbeeinnahmen. Dann ist es auch kein großer Verlust, wenn diese bei einer Suche nicht gefunden werden.
    Alle anderen Zugänge bleiben ja weiter offen.

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  3. Die sogenannte Suchmaschinenoptimierung oder auch Search Engine Optimization (SEO) von Websites ist mittlerweile ein äusserst lukrativer Markt, weil es für viele Unternehmen äußerst wichtig ist, über Suchmaschinen gefunden zu werden. Die wichtigste Suchmaschine spielt dabei natürlich die größte Rolle. Ihre Annahme, bei Google nicht gefunden zu werden, wäre kein grosser Verlust, dürfte falsch sein. Ich empfehle die Lektüre folgender Artikel für einen Einstieg in das Thema:
    http://www.handelsblatt.com/technologie/it-tk/it-internet/wie-unternehmen-bei-google-glaenzen/2898038.html
    http://t3n.de/magazin/suchmaschinen-zehn-grossten-seo-mythen-seo-experte-alan-221428/

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  4. Wer weiter gefunden werden möchte soll halt umziehen.

    Google gibt öffnelcih bekannt, dass sie keine treffer mehr von dort listen, also hat jeder die chance auch wieder gefunden zu werden.

    Die legalen Inhalte sollten keine probleme haben bei anderen Freehosten unter zu kommen, die illegalen aber wohl schon.

    DANKE GOOGLE

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  5. @Anonym

    Sicherich ist es kein Problem mit seiner Seite umzuziehen.
    Jedoch hat Google gegenüber dem, auf diese weise gesperten Freehoster enorm Macht demonstriert.
    Da diesem jetzt massenweise Kunden weglaufen.
    Alles in allem ein bedenkliches Beispiel für die beinahe schon Monopol-Macht von Google.

    MFG Jan S.

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  6. Christoph Seufert10. Juli 2011 um 19:27

    Was heisst da Zensur? Die Erreichbarkeit der Seiten wird ja in keinster weise Beschraenkt.
    Haben Sie sich denn mal mit der Kritik von Google auseinandergesetzt? Welche "normale" Mensch registriert denn zu Dumping-Preisen Domains im 1000er Pack?
    Gerade die von Ihnen angesprochenen Seiten: Ich glaube nicht, dass die Ihren Traffic ueber Google kriegen, eher durch persoenlichen Kontakt. Oder koennen Sie belegen, dass Google fuer diese beiden Seiten einen entscheidenden Einfluss auf die Erreichbarkeit hatte?
    Alle bezeichnen co.cc als Freehoster: Kann man da nicht nur Domains registrieren?

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  7. Angesichts der hohen Bedeutung von Suchmaschinen und der Dominanz von Google beim Auffinden von Inhalten im Internet darf man wohl von Zensur sprechen, wenn die größte und bedeutendste Suchmaschine einen Domain-Namensraum sperrt. Es geht bei Zensur schlicht um die Unterdrückung von Inhalten. "Du darst zwar Deine Zeitung drucken, aber Du darfst sie nicht vertreiben - die Meinungsfreiheit ist daher gewährleistet", wäre ein ähnliches Argument.

    Die beiden im Artikel genannten Websites habe ich bei der schlichten Suche nach "co.cc" bei Bing.com gleich auf der ersen Seite gefunden. Sie dienten nur als plastisches Beispiel. Es kann durchaus sein, dass das Interesse der beiden Website-Betreiberinnen, bei Google aufgefunden zu werden, gering ist. Jedenfalls werden sie und andere, die daran möglicherweise ein Interesse haben, über Google nicht mehr gefunden. Bei 11 Millionen Websites wird dieser Nachteil einige Betreiber schon deutlich treffen.

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  8. Na Herr Fachanwalt-IT, das ist aber doch ein wenig überzogen. Der vergleich wäre ja in etwa der, das eine Firma nicht mehr in einem kommerziellen Verzeichnis gelistet wird, womit die Existenzgrundlage mitnichten gefährdet ist.
    Zumal sie sich gerade selbst widerlegten, da die entsprechenden Domains ja über Bing noch zu finden sind.

    Ich finde es zwar auch Grenzwertig, aber mit Zensur hat das genau gar nichts zu tun.
    Zumal, _wo_ unterdrückt Google nun Inhalte? Die Webseitenbetreiber können ihre Inhalte problemlos weiter verbreiten und können ebenfalls auch andernorts ihre Links unterbringen, so wie es eben jede andere Seite im Netz auch macht.

    Grüße, ein Pirat aus Hamburg.

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  9. 1.) Genau. Wer früher nicht in den "Gelben Seiten" gelistet war, konnte seine Autos grundsätzlich zwar vermieten, aber keiner hat angerufen.

    2.) Da kann man dann brav seine Automvermietung weiter betreiben. Ein Grossteil ruft bei der Konkurrenz an und am Ende nützt die grundsätzlichen Freiheit, sein Gewerbe mit den besten, billigsten und buntesten Autos betreiben zu können, gar nichts.

    http://www.faz.net/artikel/C31158/die-supermaschine-kommt-was-google-wirklich-sucht-30334884.html#01SUM9

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  10. Keine Firma die in den gelben Seiten stand würde einen freehosting Service nutzen.
    Seien wir doch mal ehrlich, wer keine 10-20 EUR im Jahr für eine .de Domain aufbringt der legt es nicht wirklich drauf an gefunden zu werden.
    Auch sind Dienste wie wordpress, blogger und viele weitere Dienste wesntlich besser und mit weniger Werbung versehen.
    Ich selbst rufe solche free de.vu und andere Domains gar nicht erst auf, da dort zu 99% wirklich nur "Müll" steht. Oder Designs die einem in den Augen weh tun und alles mit Werbung überlagert ist.
    Sowas braucht kein Mensch.
    Man muss ja nicht zu blogger (google) gehen, es gibt genug bessere und kostenlose alternativen.

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  11. Das Argument gefällt mir besser. Tatsächlich wird jeder ehrliche Dienstleister die geringen Kosten einer eigenen Domain vorziehen, so dass am Ende der Nutzen der Unterdrückung der Anzeige der Webseiten eines freehosters und damit der Ausblendung mißbräuchlichen User gegenüber den Nachteilen überwiegen wird.

    Aber der Raum zur Ausübung seines Rechts auf informationelle Selbstbestimmung und damit des Rechts, grundsätzlich selbst zu entscheiden, welche Informationen man über sich selbst preisgibt, wird natürlich enger, wenn Dienste, die diese Freiheit im Netz gewähren, ausgeblendet werden.

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  12. Hallo alle! Vielen Dank für die Erklärungen! ich wusste gar nichts über .co.cc. Sehr interessante Diskussion, Grüße! ,
    Sebastian Koch

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