Freitag, 18. Oktober 2013

Kerkerhaft für den König von Deutschland

Während Niedersachsen lediglich auf die selbsternannten Hoheiten "Fürstin Susanne von Romkerhall" und "Fürst Alexander zu Schaumburg-Lippe" verweisen kann, darf sich Sachsen-Anhalt gar mit dem selbstgekrönten "König von Deutschland" brüsten.

Als der Oberste Souverän des "Königreichs Deutschland", mit bürgerlichem Namen Peter Fitzek, fernab des eigenen Hoheitsgebiets auf der Bundesstraße 6 per Auto mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs war, schlug die Stunde der niedersächsischen Justiz. Weil der Monarch aus Wittenberg nicht nur zu schnell, sondern auch ohne gültige Fahrerlaubnis unterwegs war, wurde er vom Amtsgericht Neustadt gestern zu 3 Monaten Kerkerhaft ohne Bewährung verurteilt.

Das Gericht wollte weder die Immunität des Staatsoberhauptes noch die vom "Königreich Deutschland" ausgestellte Fahrerlaubnis anerkennen und wertete die Uneinsichtigkeit seiner Majestät als strafschärfend. Ein Umstand, der in der "Staatskanzlei des Königreichs von Deutschland", an welche die gerichtliche Ladung immerhin adressiert war, für einige Unruhe sorgen dürfte. Das Königreich wurde zwar erst 2012 gegründet, verfügt jedoch schon über eine eigene Reichsbank und ein Reichstechnologiezentrum, in welchem nach eigenen Angaben sogar steuerfrei produziert werden kann.

Dass das Befahren fremder Hoheitsgebiete für auswärtige Herrscher mit nicht unerheblichen Risiken verbunden ist, musste auch "Fürst Alexander" kürzlich erfahren. Denn in Bayern, das mit "Fürstin Mariae Gloria von Thrun und Taxis" ebenfalls eine schillernde Fantasiehoheit beherbergt, gilt derzeit noch bundesdeutsches Recht. Wohl deshalb verurteilte das Amtsgericht Nördlingen den Regenten aus Bückeburg wegen überhöhter Geschwindigkeit auf der B 25 zu einem Fahrverbot von einem Monat und zur Zahlung von EUR 480,- Bußgeld. Die Urteile gegen "König Peter" und "Fürst Alexander" sind allerdings noch nicht rechtskräftig.

Kommentare:

  1. Was meinen Sie mit selbsternannte Hoheiten bzgl. der Frau zu Thurn & Taxis (bedeutet zu Turm und Dachs)?
    Auch wenn derartige Titel heutzutage nur noch (eitle) Dekoration sind, selbsternannt hat sich die Frau Gräfin nicht, und die Bezeichnung Phantasiehoheit trifft auch nicht zu, denn ihr Titel war zumindest mal bedeutungsvoll..
    http://de.wikipedia.org/wiki/Gloria_von_Thurn_und_Taxis

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  2. Ich meine damit, wie es auch durch den von Ihnen angeführten Verweis deutlich wird, dass Mariae Gloria seit ihrer Heirat 1980 den amtlichen Nachnamen Prinzessin von Thurn und Taxis trägt und sich seit 1982 Fürstin Gloria von Thurn und Taxis nennt, obwohl seit der Abschaffung der Standesvorrechte des Adels 1919 nur der Titel „Prinzessin“ (/„Prinz“), nicht jedoch der vordem in Primogenitur gewährte Erstgeburtstitel „Fürst“ Bestandteil des bürgerlichen Namens ist. Sie läßt den Bestandteil "Prinzessin" aus ihrem Nachnamen weg und stellt den Hoheitstitel "Fürstin" vor den Vornamen und wird so zu einer Fantasiehoheit.

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  3. Bei der Abschaffung des Adels ist man 1918/19 nicht gründlich genug vorgegangen. Aber lassen wir ihnen doch den Spaß am Titel "Fürst" bzw. "Fürstin". In Köln kennt man ja auch die Titel Prinz, Bauer und Jungfrau.

    Bei der Nennung der Phantasieadligen in Niedersachsen wurde eine wichtige Persönlichkeit vergessen: Seine königliche Hohheit, Fürst Norbert Schittke von Romkerhall, aus dem Hause Hannover, dadurch auch in der britischen Thronfolgeliste stehend.

    Seit 2004 ist er auch Reichskanzler der Exilregierung Deutsches Reich. Dazu ist er vom deutschen Volk gewählt worden. Er bekam alle 26 Stimmen.

    Fürst wurde er erst später. Den Titel bekam er wohl von einem früheren Mitarbeiter der Königin von Sachsen.

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  4. Dieser Anwalt ist ein Mensch voller Widersprüche. Er kritisiert den echten Adel, der nichts weiter tut als seine geschichtlichen Titel zu führen, wobei er diese vor den Behörden und Gerichten nicht benutzt sondern nur die, die er in den offiziellen Dokumenten führt. Dagegen benutzt er falsche Urkunden, um die falsche Identität seiner fantasieadeligen Mandanten vor Gericht als echte zu rechtfertigen, allein aus der Angst, daß ein Aktivrubrum, die die echte Identität herstellt, dazu führen könnte, daß seine Beschwerdepunkte bei der echten Identität nicht mehr standhalten würden.

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    1. …Aktivrubrum, das die echte…

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    2. ...mal wieder ein kranker der einen Vereinsfürst der das Adelsprädikat "Prinz" als Namensbestandteil trägt...so wie ich...nur ich habe meine Prädikate " Comte & Duc" als Namensbestandteil ...er aber nicht " Fürst" ...ist ja auch verboten in DE..
      Natürlich handelt es sich hier wieder
      ( Anonym ) um jemanden der schon mehrfach verurteilt wurde...RE Moebius und ich wissen doch wer hier wieder seinen Unsinn verbreitet...der Anonym hat immer noch nicht gelernt....wird aber noch.

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  5. CL Sachverständige für Bautenschutz24. April 2014 um 19:24

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  7. Was ist das, ohne Impressum, ohne Kontaktdaten, ohne Adresse http://templer-osktm.webmini.com/__ber_uns/ eine neue Sekte? Wo ist ihr Sitz, was sind ihre Ziele, geht von ihr eine Gefahr für Menschen, die sich darauf einlassen aus. Denn; der Templer Orden wurde durch den Papst persönlich aufgelöst, weil der Abt der Templerim Rahmen der Inquisition wegen Ketzerei hingerichtet wurde und der Orden der Katholischen Kirche nicht mehr zugeordnet wird (meine Erkenntnis). Was ist richtig?

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