Mittwoch, 25. Mai 2016

Turboquerulantin bedroht Polizei

Dass die Richter am Amtsgericht Nienburg unter dem strengen Regime der Turboquerulantin leiden, ist bundesweit kein Geheimnis mehr. Aber dass nun auch die Ermittlungspersonen der Staatsanwaltschaft ihres geruhsamen Lebens im idyllischen Nienburg nicht mehr sicher sein können, erschüttert die Grundfesten der niedersächsischen Ordnungshüter, deren bislang recht beschauliche Entwicklung im Polizeimuseum Niedersachsen in Nienburg nachvollzogen werden kann.

Mit den besten Aussichten auf einen Platz in der polizeigeschichtlichen Sammlung des Museums hat sich die Turboquerulantin nun mit Erfolg dem zurückhaltend geäußerten Begehren zweier Polizisten entgegengestellt, einmal ihren Führerschein und ihre Fahrzeugpapiere einsehen zu dürfen. Nach kurzer juristischer Belehrung durch Nienburgs heimliche Herrscherin nebst strengem Verweis auf den Strafrahmen für die Verfolgung Unschuldiger nach § 344 StGB und einer Dienstaufsichtsbeschwerde, sahen die beiden Beamten davon ab, Verstärkung anzufordern und besannen sich auf eine Deeskalationsstrategie. "TQ" konnte auch ohne die Vorlage ihrer Papiere weiter durch die Strassen ihrer Stadt patrouillieren und die Polizisten müssen weder Ermittlungsverfahren noch eine kräftezehrende Dienstaufsichtsbeschwerde fürchten. Eine klassische Pattsituation, mit der alle Beteiligten in Nienburg zufrieden leben können.

Zum Glück für die gebeutelten Nienburger Beamten hält das Niedersächsische Ministerium für Inneres und Sport seit dem 1. Juli 2014 eine Beschwerdestelle vor, in der Beschwerden über Beschäftigte des Innenministeriums auch per E-Mail entgegen genommen werden. Wer sich über Polizisten beschweren möchte, kann dies dort persönlich, telefonisch oder auch schriftlich tun. Formvorschriften oder Fristen gibt es bei der Beschwerdestelle nicht und man kann seinem Ärger sogar anonym Luft machen. Um den Sachverhalt aufzuklären werden von den jeweiligen Beschäftigten und ihren Dienststellen Stellungnahmen eingeholt, die eingehend geprüft werden.

Man muss den armen Polizisten also nicht immer gleich mit einem Strafverfahren oder einer Dienstaufsichtsbeschwerde drohen, denn für kleinere Fälle können aufgeweckte Bürger mit einer einfachen E-Mail an Beschwerdestelle@mi.niedersachsen.de auch Milde walten lassen. Vielleicht fährt die Turboquerulantin deshalb in Zukunft nicht mehr ganz so schwere Geschütze gegen die bemühten Beamten auf, die doch auch nur den Anweisungen ihrer Vorgesetzten folgen müssen.

Kommentare:

  1. Paranoide Defektpsychose mit überwertigen Ideen könnte man annehmen.
    Böse, ganz böse Zungen behaupten, dass die Polizei in N. ähnlich gestrickt ist wie die Justiz: kräftig angeblafft und sie gehen ins "Stillgestanden". Wenn dann keiner vorbeikommt und "Rührt euch" sagt, stehen die da bis zum jüngsten "Gericht". Aber das ist bestimmt nicht wahr. Oder.

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  2. Die selbsternannte "Journalistin" ohne jede Befähigung dreht nun wohl komplett durch. Nachdem der geistige Verfall nicht mehr zu leugnen ist, wird sie nun auch noch vollends unverschämt und widerborstig. Man muß fürchten, dass, wenn man sie in eine geschlossene psychiatrische Anstalt einsperrt, alsbald die Ärzte schreiend herausrennen. Das hält ja kein Gesunder aus.

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    1. Sind ihre Auftritte nicht doch ein wenig von Durchsetzungsvermögen geprägt, so dass ihr jede Befähigung abzusprechen vielleicht etwas verfehlt ist?

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    2. die Auftritte sind doch vor allem durch schiere Dreistigkeit, begründet durch eine sich weiter entwickelnde psychische Derangiertheit gekennzeichnet. Als Journalistin, die sie sich frech nennt, verfügt sie über keinerlei Befähigung.

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    3. Auch die weltbesten Enthüllungsjournalisten haben mal klein angefangen. Man sollte nicht zu streng sein und wenigstens den ausgeprägten Unterhaltungscharakter ihrer Recherchen berücksichtigen.

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  3. Herrlich...Mittlerweile gibt es auch einen neuen Beitrag von der selbsternannten Enthüllungsjournalistin. Der Pulitzer- Preis ist in greifbarer Nähe denke ich!!

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